Warning: ini_set() [function.ini-set]: A session is active. You cannot change the session module's ini settings at this time in /is/htdocs/wp1169592_MBRHVSVW7S/www/forum/class/session/mySession.php on line 26

Gebe einfach Deinen Namen, den Namen und die Email Deines Freundes ein, um ihm Deine neue Krawatte zu zeigen..


Dein Name: 
Name Deines Freundes: 
Email Deines Freundes: 
erstellt von: fox123, am 08.09.2010 12:14, Clicks: 2700

Krawattenstoffe für Anfänger

Die Krawatte gehört zum Mann von Welt wie der Topf zum Deckel oder wie das Salz zur Suppe. Doch gerade wenn man sich den edlen Binder um den Hals hängt, denkt man selten über das Material nach, mit dem man sich gerade schmückt. Fragt man den durchschnittlichen Passanten, woraus denn nun eigentlich eine Krawatte besteht, so wird man im Normalfall die Antwort ?Seide? hören.

Nun, Seide ist wirklich das traditionell am meisten genutzte Material, wenn man von Billigkrawatten aus Polyester oder Viskose einmal absieht. Diese Monstrositäten sind gerade bei Motivkrawatten mit lustigen Bildern und Drucken verbreitet, aber manch eine Krawatte tarnt sich gar als ernstzunehmendes Modell ? bis sie entweder nach einigen Tragegängen unrettbar verformt ist oder der Stoff auseinanderfällt. Wenn eine Krawatte selten getragen wird, kann es natürlich sein, dass man diese Mängel kaum bemerkt.

Der klassische hochwertige Krawattenstoff besteht aus mehrfach verzwirnten Seidengarnen. Man kann hier zwischen jenen mit eingewebten und aufgedruckten Mustern unterscheiden. Während in Anfangszeiten Muster nur schwer einzuweben waren, bereitete die Erfindung des Jacquard-Webstuhls durch Joseph-Marie Jacquard 1805 den Boden für eine Vielfalt von Krawattenmustern, nicht nur für den klassischen Streifen. Durch eine ausgeklügelte Lochkartenmechanik konnten nun die einzelnen Kettfäden des Gewebes angehoben oder gesenkt werden. Während bei einfachen Krawatten oft Muster oder Streifen aufgedruckt werden, sind sie bei hochwertigen Stücken zumeist jacquardgewebt. Seide hat einen feinen Glanz, ist aber leider relativ empfindlich.

Wenn die Krawatte einiges aushalten muss, bieten sich Mikrofaserkrawatten an. Zwar sollten Sie auch diese nicht in die Waschmaschine stecken, aber ein feuchtes Tuch oder ein Dampfstrahl sollten kein Problem sein. Auch ansonsten sind diese Binder strapazierfähiger.

Das erste, was an klassisch britischen Regimentskrawatten auffällt, ist ihre dezent matte Oberfläche, die Bodenständigkeit und Opulenz ausstrahlt. Ein klassisches Material ist hier Irish Popeline, ein besonders hochwertiges traditionelles Mischgewebe, bei dem Wolle, meist Merinowolle, auf eine Seidenkette aufgewoben wird. Seit hunderten von Jahren wird dieses Gewebe so gefertigt, ursprünglich war es für den päpstlichen Hof bestimmt. Daher hat dieser Stoff auch seinen Namen: Pope-Linen heißt soviel wie ?Papst-Leinen?. Damals wurde es allerdings eher für Nacht- und Unterbekleidung verwendet.

Ein weiterer klassischer Materialmix, der ebenfalls gerne bei Clubkrawatten oder Regimentals mit breiten Streifen Verwendung findet, ist Mogadorseide. Das Vorgehen ist im Vergleich zur Popeline gerade umgekehrt: Mit hoher Schusszahl bringt man hier einen Schussfaden aus Seide auf eine Baumwollkette auf. Das Ergebnis ist unzweifelhaft eine Seidenkrawatte, sie wirkt jedoch strukturierter und matter und ergibt so eine ausgesprochen edle Optik.

Gelegentlich wird auch Wolle zu Krawatten verarbeitet. Diese Variante hat etwas hausbackenes und passt eher zu groben Tweedsakkos als zu eleganter Businessgarderobe.

In den 70'er Jahren sehr beliebt waren Krawatten aus Leder. Unser Tipp: Lassen Sie's! Kult oder nicht, sie sahen damals schon nicht gut aus. Das einzige, was dafür sprach, war der Hauch von Rebellion, den sie verbreiteten.

Heute finden sich hin und wieder auch ausgefallene Materialien. Gestrickte Krawatten erinnern an gehäkelte Klorollenhüte und Teekannenwärmer. Krawatten aus Holz waren noch witzig, als der erste Mann sie trug, um sich von der Masse abzuheben. Inzwischen wirken sie eher lächerlich. Auch Krawatten mit Solarzellen oder Strasssteinen sind eine Geschmacksverirrung, die mit klassischer Herrenmode nichts mehr zu tun hat.

Wollen Sie hingegen seriös, aber elegant auftreten und dabei ihr Modebewusstsein betonen, sollten Sie auf die klassische Seide setzen. Im Trend liegen insbesondere schmale Krawatten. Mit einem schlanken Knoten gebunden und einfarbig dürfen die guten Stücke dann auch gerne etwas glänzen. Versuchen Sie es mit einer lila Krawatte, gerne mit dem passenden Einstecktuch.


Weitere interessante Mode-Artikel können Sie hier nachlesen..

Erfolg macht sexy - Krawatte vorausgesetzt!
10 wichtige Tipps zu einem Herrenmode-Stil guten Geschmacks (Teil 2)
10 wichtige Tipps zu einem Herrenmode-Stil guten Geschmacks (Teil 1)
Partymode


     

vorheriger Blogartikel n?chster Blogartikel
« Kleine Literaturgeschichte der Krawatte Krawatte binden »
Hier einige passende Produkte aus unserem Shop: