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erstellt von: krawatten, am 27.06.2011 16:08, Clicks: 748

Colorblocking

Mut zur Farbe!

 

Die Sonne scheint mal wieder. Na endlich. Das Eis schmeckt immer noch am besten im Freien, und am Wochenende locken die Schwimmbäder und Badeseen der Nation mit kühler Erfrischung. Auch in den Innenstädten wird es Sommer. Und das zeigt sich dieses Jahr eben nicht nur an Sonnenbrillen und leichten Kleidungsstücken, sondern auch ganz massiv in den Farben.

 

Color-Blocking nennt sich der angesagte Trend, bei dem knallig bunte Farben möglichst kontrastreich miteinander kombiniert werden. Vorbei die Zeiten des dezenten Ensembles, bei dem alles Ton in Ton aufeinander abgestimmt ist. Unauffällig war gestern. Da werden unbekümmert leuchtend apfelgrüne Hosen mit einem hell orangefarbenen T-Shirt kombiniert, oder eine Handtasche in Pink beißt sich herzerfrischend mit einem Sommerkleid in Sonnengelb. Das hat Charme und vor allem Schwung. Allerdings gehört auch eine ganze Menge Selbstbewusstsein dazu.

 

Traditionell fassen solche Trends in der Herrenmode etwas später Fuß als bei den Damen. Und doch: mindestens ein,zwei knallig farbige Teile sollte jeder Mann diese Saison im Schrank haben. Ein lässiges Shirt in Pink oder Honeysuckle, der Farbe des Jahres 2011 (laut Pantone Color Institute) ist ein guter Anfang. Am besten passt es zu hellen Grüntönen. Oder vielleicht lieber ein leuchtend gelber V-Neck? Auch im Sommer kann es etwas kühler werden.

 

Aber Vorsicht: auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, als seine alle Farbregeln aufgehoben, ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall. Denn wer zu dominanten Farben greift, muss um so sicherer sein, dass sie zueinander gut aussehen. Komplementärfarben sind ein guter Einstieg. So passt Orange hervorragend zu blau und Gelb zu rot. Die Farbtemperaturen sollten zueinander passen. Wichtiger aber ist der Kontrast. Vergessen Sie die nebeneinander liegenden Farbtöne. Je weiter voneinander entfernt, desto besser.

 

Wen solche Experimente zu gewagt sind, der hat zum Glück noch einen Ausweg: Weiß ist zwar keine Farbe, hat aber mit nur einer knalligen Farbe kombiniert einen enormen Kontrast. So können Sie sich langsam an die etwas spannenderen Kombinationen herantasten.

 

Wichtig ist aber, dass Sie es nicht übertreiben. Sind die Farben extrem stark, so beschränken Sie sich auf zwei, maximal drei davon. Denn Sie wollen ja frisch wirken und nicht bei Ihrem Gegenüber Kopfschmerzen auslösen. Außerdem sollten Sie eher auf einfarbige Kleidungsstücke setzen. Setzen Sie große Flächen aus Farbe nebeneinander, nicht ein Wirrwarr aus verschiedenen Mustern.

 

Nun, im Berufsleben sind derart mutige Trends natürlich immer etwas schwerer umzusetzen. Aber doch, ein wenig Farbe bekennen dürfen Sie schon. Colorblocking light, sozusagen. Und wenn es nur die Farbe Ihrer Krawatte ist.

Zwar sind im konservativen Büro-Outfit helle Hemden ein ungeschriebenes Gesetz. Aber nichts spricht gegen ein wenig Farbe. Etwas hellblau ist die Sichere Variante, etwas Rosé oder Hellgrün ist die gewagtere. Dazu kombinieren Sie eine einfarbige Krawatte in leuchtendem Pink oder Türkis.


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