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Kleiner Leitfaden für festliche Angelegenheiten
Die förmlichen Veranstaltungen, zu denen wir heute gehen, sind in den seltensten Fällen Festbankette und Staatsempfänge. Und während ein Frack immer noch ein respekteinflößendes Kleidungsstück ist (ich würde jedem, aber auch wirklich jedem, Mann raten sich wenigstens einmal in einem gut sitzenden Frack im Spiegel zu sehen, man fühlt sich hinterher zehn Zentimeter größer), sind wir heutzutage meist mit einem Anzug besser bedient. Der Grad an Förmlichkeit kann aber je nach Anlass sehr verschieden sein.
Sind Sie zu einer Hochzeit eingeladen, sollten Sie sich nicht zu sehr in Schale werfen. Es gilt als unhöflich, wesentlich eleganter gekleidet zu erscheinen als Braut und Bräutigam. Zudem ist der schwarze Anzug, sonst abends ein unverzichtbarer Begleiter, dort aus Tradition ungern gesehen. Mit einem dunkelblauen oder dunkelgrauen Anzug machen Sie nicht viel verkehrt. Aber lassen sie besser die gestreifte Krawatte im Schrank, das sieht zu geschäftsmäßig aus. Geometrische Muster, Tupfen oder Paisleys sind besser geeignet.
Etwas strenger geht es bei einer Beerdigung zu. Dies ist eine der wenigen Gelegenheiten, bei denen der Dresscode relativ streng geblieben ist. Zwar müssen sie den Cutaway höchstens bei einem Staatsbegräbnis aus dem Schrank holen. Dann wird er ausnahmsweise übrigens mit Krawatte schwarz und schwarzem Zylinder getragen. Zum schwarzen Anzug haben Sie aber sonst im Normalfall nicht wirklich eine Alternative. Das Hemd ist ausnahmslos weiß und ungemustert, die Krawatte einfarbig schwarz. Punkt. Kein Einstecktuch, keine Manschettenknöpfe, kein Schmuck außer maximal noch der Armbanduhr. Sie haben höchstens noch die Wahl zwischen zwei- und dreiteiligem Anzug.
Bei anderen Festen, vorwiegend im Familienkreis, können Sie in die Verlegenheit kommen, eine Kirche aufsuchen zu müssen – keine Panik. Die Dresscodes sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Sie können mit Ihrem auf die entsprechende Feier ausgelegtem Outfit problemlos auch einem Gottesdienst beiwohnen. Hauptsache, Sie nehmen im Kirchenraum den Hut oder die Mütze ab. Nun gut, Sie sollten auch auf kurze Hosen und allzu weit geöffnete Hemden verzichten, aber damit würden Sie ja ohnehin nicht zu einer Familienfeier gehen, oder?
Allgemein sind Sie bei solchen Familienfesten mit einem hellen Anzug oder einer Kombination gut bedient. Auch ein Sportsakko kann schon Sinn machen, die Krawatte macht eine gute Figur. Der Klassiker für solche Veranstaltungen sind hier verspielte Paisleymuster.
Sollten Sie zu einem Empfang eingeladen sein, müssen Sie ein wenig überlegen. Handelt es sich um eine festliche Angelegenheit, oder stehen Vernetzung und Professionalität im Vordergrund? Bei einer Ordensverleihung sind Sie mit schwarzem Anzug und silbergrauer Krawatte gut beraten. Dazu ist das Hemd weiß. Bei einem Neujahrsempfang von Geschäftsleuten gilt der übliche Office-Dresscode. Also dunkelgrauer Anzug, weißes oder hellblaues Hemd, gestreifte Krawatte. Für den Jubiläumsempfang Ihres Kaninchenzüchtervereins reicht meist schon das Sportsakko. Halbformelles Outfit Partymode Kleidungsstil bei Feiern und Anlässen Allgemein Colorblocking Kleidung kaufen: Sparen oder Investieren? Markennamen ? pro und kontra
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